Gabriele Backhaus
Findhorn Foundation

Die Findhorn Foundation

"Eine internationale Lebensgemeinschaft stellt sich vor"

"Ich bin Geist, ich bin überall in allem in jedem. Es gibt keinen Ort, an dem ich nicht bin. Wenn Du diese Erkenntnis voll realisierst und akzeptiert hast, weißt Du, daß das Himmelreich in Dir ist. Deine äußere Suche findet ein Ende. In Dir selbst liegt alles wonach Du Dich sehnst. Das Leben wird klar und einfach. Wenn Du inne hältst und still bist, wirst Du in Dir alles entdecken wonach Du suchst."

Diese Worte empfing Eileen Caddy in ihrer Meditation. Die Findhorn Foundation befolgte die Anweisungen dieser Quelle, die Eileen Caddy die stille, innere Stimme nennt. Ihr verdankt sie ihr Wachstum und ihre heutige Größe.

Die Findhorn-Gemeinschaft wurde 1962 von Eileen und Peter Caddy und Dorothy McLean nahe dem Fischerdorf Findhorn im Nordosten Schottlands gegründet. Sie ist zuerst bekannt geworden durch ihre Arbeit mit den Pflanzen und der Kommunikation mit der Natur. Im Laufe der Zeit hat sie sich zu einem Zentrum für spirituelle und ganzheitliche Erziehung entwickelt.

Die Findhorn Foundation bildet den Kern einer der bekanntesten und beliebtesten Lebensgemeinschaften der Welt. Die Gemeinschaft umfasst 400 Menschen aus über 20 Nationen und versucht zu zeigen, wie Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen in Harmonie miteinander und der Natur leben können. Die seit über 40 Jahren bestehende Gemeinschaft genießt weltweites Ansehen und zieht jährlich tausende von Gästen an .

Fühlen Sie sich angezogen, ihre Verbindung mit sich selbst, der Erde, den Elementen und der Natur zu vertiefen? Dann lade ich sie herzlich in die Findhorn Foundation ein. Schottlands Schönheit, Romantik, Stille und die Reinheit der Natur sind faszinierend und beeindruckend. Ich habe 5 Jahre in der Findhorn Gemeinschaft gelebt und möchte einen Teil dieser Erfahrung mit anderen teilen.

"Innere Reise und äußeres Abenteuer" mein persönlicher Erfahrungsbericht


Gabriele Backhaus

Meine 5 Jahre in der Findhorn Foundation haben mein Leben grundlegend verändert. Es waren die wichtigsten Jahre in meinem Leben.

Im Sommer 1988 besuchte ich zum ersten Mal die Gemeinschaft und nahm an einer Erfahrungswoche teil. Ich hatte von einer Freundin davon gehört und meine Neugierde ließ mir keine Ruhe. Ich war überwältigt von der Freundlichkeit, der Liebe und dem Frieden, die die Menschen dort ausstrahlten. Wenn ich jetzt darüber schreibe, kommen mir noch die Tränen, und ich kann mich sehr gut daran erinnern, als ich "Cluny Hill College" betrat und mit so viel Offenheit empfangen wurde. Meine größte Angst war, mich nicht ausreichend in englisch verständlich machen zu können und so saß ich vor der Anmeldung, vollkommen blockiert und brachte kein Wort heraus. Die liebevolle Unterstützung, Wärme und Akzeptanz der beiden "Focaliser" (ein spezielles Wort in Findhorn für Gruppenleiter) öffneten mein Herz, und ich war in der Lage, mich voll und ganz auf diese Woche einzulassen. Ich merkte sehr bald, daß die Sprache nicht eine große Rolle spielte und es darauf auch nicht ankam.

Vieles was ich in dieser Woche erlebt habe, kann ich kaum wiedergeben. Wesentlich war das tiefe Gefühl von Liebe und Frieden, das sich in mir ausbreitete. Die tägliche Meditation, der Austausch in der Gruppe mit Menschen verschiedener Kulturen und der Kontakt mit der Natur haben sehr dazu beigetragen. Ich fuhr nach Hause mit dem Gefühl, das ist mein Platz, das ist Heimat. Dieses Gefühl hat mich seitdem begleitet.

Ich habe Findhorn die nächsten zwei Jahre noch öfter besucht und mich endgültig im Januar 1990 entschieden, in der Lebensgemeinschaft zu leben. In Hamburg gab ich alles auf, nahm nur die wichtigsten Sachen mit und schloß mich der Lebensgemeinschaft im November 1990 an. Ich wußte nicht, ob ich aufgenommen werden würde, nur das Vertrauen in und die Sehnsucht nach meiner eigenen "Göttlichkeit" haben mir geholfen, mich auf dieses Abenteuer einzulassen.

Mein Leben in Hamburg war viel von meiner Arbeit bestimmt, die mich nicht mehr erfüllte und keinen Raum für Kreativität ließ. Das Einbringen von Liebe im täglichen Miteinander mit meinen Kollegen oder Freunden war nicht möglich, so wie ich es mir vorstellte, und ich wollte Liebe zum Mittelpunkt meines Lebens machen, in allem was ich tue , denke und sage. Das hieß für mich ganz konkret, jeden Menschen gut zu behandeln, eine der größten Herausforderung für mich im Leben. Und genau das ist in der Findhorn Foundation möglich, jeder Situation mit Offenheit, Hingabe und Liebe zu begegnen, ob in Kontakt mit Menschen, der Natur oder Dingen.

Die Gemeinschaft ist kein Paradies; ihre Philosophie liegt darin, daß wir durch die tägliche Arbeit, die wir tun, lernen und uns selbst näher kommen. Das mußte ich langsam lernen, da meine Einstellung zur Arbeit eine andere war. Die ersten zwei Jahre waren nicht einfach. Iich lernte mehr und mehr, offen zu werden, die Schönheit der Menschen und der Natur wahrzunehmen und meinem Bedürfnis nach innerem Frieden zu folgen. Die vielen Menschen verschiedener Nationalitäten und das ständige Kommen und Gehen in den einzelnen Arbeitsbereichen machten mein Leben reicher, aber nicht leichter. Ich lernte, mich abzugrenzen und meine natürlichen Grenzen zu wahren. In dieser Zeit endete schmerzhaft eine Liebesbeziehung für mich. Ich wurde auf die Probe gestellt weiterhin für die Liebe offen zu sein und mich nicht zu verschließen. Ich bin sehr dadurch gewachsen.

Meine Arbeit in der Gemeinschaft hat in vielen Arbeitsbereichen stattgefunden. Ich war "Focaliser" für den Speisesaal, im Hauspflegedienst, in der Instandhaltung und an der Rezeption. Das Vertrauen, das mir entgegen gebracht wurde, mich in allen Arbeitsbereichen auszuprobieren und meine Kreativität einzubringen, war beeindruckend. Kein Zertifikat, keine Prüfung oder Ausbildung waren dafür notwendig. Ich erwischte mich oft dabei, den Leuten zeigen zu wollen , wie gut ich bin, so daß sie mich mochten und stellte fest, daß es niemanden interessierte und es darum geht, daß ich das, was ich tue, mit Freude und Liebe ausführe. Es war ein ständiger Wahrnehmungs- und Wachstumsprozess.

Entscheidend ist nicht das, was wir tun, sondern wie wir es tun - deshalb kommen die Gäste hierher.

Im Speisesaal war immer Zeit, sich mit Gästen auszutauschen, die persönliche Zuwendung und Unterstützung brauchten. Auf diese Art und Weise nahm ich die ersten tieferen Kontakte zu den Gästen auf. Das hat mir so viel Spaß gemacht, daß ich in das Gästedepartment übergewechselt bin. Ich hatte vorher noch nie mit Gruppen gearbeitet und lernte sehr schnell, ein tragende, Sicherheit bietende Atmosphäre zu schaffen, in der die Gäste sich ihrem eigenen Innern öffnen konnten. Diese Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich bin über mich selbst hinausgewachsen und habe drei Jahre im Gästebereich gearbeitet. Das Besondere war für mich eine Gruppe von 20-25 Teilnehmern aus 13 verschiedenen Nationen vor mir sitzen zu sehen, was mir das Gefühl gab, der ganze Planet sei anwesend. Größtenteils ging es um Heilung und Frieden auf allen Ebenen, und es war sehr klar, daß jeder einzelne in dieser Gruppe etwas dazu beitragen konnte in seiner eigenen Umgebung und das auch mit nach Hause nahm. Die Menschen öffneten sich wie Blumen. Es war ein wunderbares Erlebnis. Hier habe ich gelernt, Respekt und Achtung vor den Kulturen zu haben und ihnen Raum zu geben. Mein Selbsvertrauen wurde gestärkt.

Innerhalb dieser Zeit habe ich das "Spiel der Wandlung" (Game of Transformation) kennengelernt, das aus dem Gruppenprozess der Gemeinschaft heraus entstanden ist, und die Spielleiterausbildung gemacht. Es war das beste Training, das ich je in meinem Leben gemacht habe. Es ist von der Erfahrung und dem Bewußtsein, was ich erlebt habe, unbezahlbar. Das Spiel spiegelte sehr klar wieder, was im Hier und Jetzt vor sich ging. Ich hatte die Wahl, Dinge zu verändern und Transformation geschehen zu lassen. Die Voraussetzung dafür war meine konkrete Spielabsicht, mein Ziel. Im Spiel nahm ich sehr deutlich wahr, daß es nicht darum ging, mein Ziel so schnell wie möglich zu erreichen, sondern mich auf den Weg zu machen in Richtung des Zieles mit den Möglichkeiten und Fähigkeiten, die ich habe. Einsichten, Hindernisse und Qualitäten zeigten sich mir in aller Deutlichkeit und Klarheit, so daß ich handeln und reagieren mußte. Dieses Bewußtsein hat mich wesentlich in meinen persönlichen Beziehungen unterstützt. Es ist mir ein Bedürfnis, das an andere Menschen weiter zu geben. Ich benutze die Sprache des Spiels, um die Entwicklung zum Ausdruck zu bringen, die ich hier durchgemacht habe.

Meine reichen Erfahrungen in den 5 Jahren in der Findhorn-Gemeinschaft haben mir gezeigt wieviel Lebensfreude sich wieder einstellt, wenn ich meine Lebensqualität verbessere, die Menschen gut behandele und in Kontakt mit der Liebe und meiner eigenen Göttlichkeit bin. Ich glaube, daß ich mir meine eigene Wirklichkeit erschaffe - vieles davon unbewußt. Es ist ein Verständnis, das sich mit meiner spirituellen Entfaltung eingestellt hat. Da ich ein Teil Gottes bin und Gott mich liebt, ist alles, was mir scheinbar zustößt, meine eigene Schöpfung und zu meinem Besten. Das hilft mir über die Phasen in meinem Leben hinweg, die schwierig sind. Ich versuche Gott in allem zu sehen: in dem, was ich berühre, und in denen, die mir begegnen. Das ist wichtiger als die Ereignisse in meinem Leben. Wenn ich diese Veränderung meiner Wahrnehmung erreiche, ändern sich auch meine Reaktionen.

Ich bin sehr dankbar und glücklich, daß ich diese Erfahrungen in Findhorn machen durfte. Mein Weg hat mich zurück nach Deutschland geführt, um diese Erfahrungen weiterzugeben. Ich möchte Menschen inspirieren, an sich zu glauben , das zu tun, was ihnen Spaß macht und sich auf das "Abenteuer Leben" einzulassen. Daraus entstanden verschiedene Projekte, die ich mit Leidenschaft, Liebe und Freude ausführe. Ich gebe Seminare zum Spiel der Wandlung in ganz Deutschland und Österreich, organisiere Findhornabende (Vortrags- und Diaabend über die Lebensgemeinschaft) und leite Reisen zu Kraftplätzen in Schottland (Findhorn Foundation, Heilige Insel Iona und Edinburgh). Die Reisen organisiere ich zusammen mit meiner Freundin Petra, und unsere individuelle Auseinandersetzung mit den Menschen, der Natur und den Dingen trägt wesentlich zum spirituellen Wachstum jedes einzelnen bei. Wir möchten die Menschen ein Stück auf ihrem spirituellen Weg begleiten.





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